Microsoft hat mit dem RemoteDesktop Protocol welches mit Windows Server 2000 eingeführt wurde und mit Windows XP den Einzug in die Client Betriebssysteme fand vielen IT-Arbeitern das Leben erleichtert. Nun lassen sich viele Dinge remote erledigen, wenn man die Möglichkeit hat sich über das Internet mit dem entsprechenden System zu verbinden.
Zwei Themen kommen dabei aber immer wieder auf:
1. Wie sicher ist der Zugriff?
2. Wie erhalte ich Zugriff auf mehrere PCs in einem Netzwerk?
Zu 1 gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Ein sehr guter Schritt ist dabei von Frank Solinske (siehe rechts) beschrieben worden. Man ändere den Port für den Zugriff auf die Verbindung. Schon bleibt für viele Personen die Tür geschlossen.
Ein weiterer Schritt ist dabei auf den Administrator User zu verzichten. Entweder sollte dieser für das Protokoll gar nicht aktiviert werden, oder man benennt den User einfach um (letztere ist generell zu Empfehlen). Das Umbenennen bewirkt das Hacker über die sogenannte Brute Force Methode (Häufig verwendete Passwörter zu probieren, oder alle Passwortkombinationen mit dem Userkonto abzufragen) keinen Erfolg mehr haben.
Ein Brut Force Angriff sähe folgendermaßen aus. Der einzig bekannte Benutzername aus der Windows Welt ist der Administrator. Nun werden mit allen möglichen Passwörtern Anmeldeversuche mit diesem Benutzer unternommen. Wurde der Benutzer umbenannt, schlägt Brute Force fehl. Einen Zugriff über ein unbekanntes Benutzerkonto und einem unbekannten Passwort ist so gut wie unmöglich.
Das so gut wie unmöglich bringt uns auch gleich zum nächsten Punkt.
Wie erhalte ich Zugriff auf mehrere PCs in einem Netzwerk. Theoretisch könnte man hingehen und in der Firewall jeden Port auf einen beliebigen Rechner weiterleiten. Dies ist aber natürlich nicht sinnvoll. Besser ist man bedient sich einem Hilfsmittel und zwar dem VPN - Virtual Private Network.
Ein kostenloses und dabei auch noch einfach zu installierendes Tool stellt openvpn dar. OpenVPN läuft auf Windows ab Version 2000, MAC OS X und verschiedenen Linux Derivaten. Es ist derzeit sogar eine Pocket PC Version in Arbeit. OpenVPN setzt dabei nicht auf IPSEC, sondern auf ein proprietäres Protokoll. Dieses lässt sich aber problemlos in NAT-2-NAT Verbindungen einsetzen.
Der Vorteil einer VPN Lösung liegt nicht nur in einer sicheren Verbindung (im Fall von openVPN einer SSL Verschlüsselung), sondern auch darin, das man nicht nur auf den RemoteDesktop begrenzt ist. Netzwerk und Druckerfreigaben können über das VPN ebenfalls abgewickelt werden, wie jede andere TCP oder UDP Kommunikation.
Tipp:
Um später beim Routing nicht auf Probleme zu stoßen, sollte bei NAT-2-NAT Verbindungen darauf geachtet werden, dass die privaten Adressbereich nicht identisch sind. Man nehme im Heimnetz zum Beispiel nicht das beliebte 192.168.0.0/255.255.255.0 Netz, sondern z.B. 192.168.11.0/255.255.255.0